Leben auf der Alpe

Anfangs Sommer, so Mitte Juni, gehen die Ziegen in die Bachalpe.

Wir bringen die gesamten Ziegen mit dem Anhänger von Erschmatt in die Bachalpe. Kurz vor der Bachalpe lassen wir die Ziegen aus den Anhängern raus. Die Ziegen gehen immer mit voller Freude aus den Anhänger in das frische Alp Gras. Ab dem Zeitpunkt sind die Ziegen in der freien Natur und können sich frei bewegen. Da die Bachalpe sehr steil ist und viele berge hat, kann man die Ziegen schlecht Einzäunen. So sind die Ziegen auf der Alpe nicht eingezäunt. Sie sind also selber verantwortlich fürs Fressen und Trinken. Sie suchen sich in der Alpe immer selber aus auf was sie gerade Lust hätten.

Gewöhnlich gehen wir so im Schnitt 1 mal pro zwei Wochen nach den Ziegen schauen ob noch alles in Ordnung ist. Dann nehmen wir immer Salz mit. Die Ziegen benötigen in der Alpe nur Salz, weil es für sie lebensnotwendig ist. Ohne das Salz das wir ihnen geben wäre der Sommer nicht so toll für die Ziegen. Wenn man nach ihnen schauen geht, muss man am Morgen immer früh loslaufen, denn sobald die Sonne draussen ist laufen die Ziegen los. Als Mensch ist es fast unmöglich in dem Gelände den Ziegen nachzukommen, weil wir es nicht gewohnt sind und wir nur 2 Füsse haben.

Die Tiere sind im Schnitt 90 Tage auf der Alpe. Gewöhnlich kommen sie ungefähr Mitte September von der alpe wieder nach Erschmatt. Da sie leider nicht selber nach Erschmatt kommen, wäre natürlich toll, müssen die Besitzer sie von der Alpe holen. Dies ist für alle Besitzer immer ein aufregender Moment. Wenn sie dann in Brentschen sind, um zu schauen ob alle da sind, haben die meisten Besitzer immer Freude das sie ihre Tiere wider sehen. Nach der Auszählung ob alle heil von der Alpe gekommen sind, werden die Tiere von jedem Besitzer mitgenommen und auf die Weide gebracht. Wenn die Tiere von der Alpe kommen sehen sie Körperlich sehr gut aus. Wenn sie aber zurück sind, wieder in den Weiden, nehmen sie wegen dem grünen Futter ab. So nach einer Woche nehmen sie dann wieder zu. Die Ziegen nehmen ab, weil der umstieg ins grüne quasi ungewohnt sind. Als sie von der Alpe wieder in den Weiden sind, wird ein Bock in die Herde gelassen( Infos zum Bock), damit dann im Februar wieder Nachwuchs entsteht.

Abalpen mit Schneefall

Der Sommer hats sich definitiv verabschiedet. Der Winter hat uns begrüsst. Am 25.09.2020, als wir die Ziegen von der Alpe (Bachalpe) holen wollten, hat uns der Winter begrüsst. Es kam zu starkem Schneefall. Zum glück waren die Ziegen nicht hoch, so konnte man sie schnell holen. Den Ziegen gefiel der Schnee, sie freuten sich das nach einem warmen Sommer eine Abkühlung kam. Alle kamen gesund und Munter zurück. Jetzt geht es schon wieder zur vorbereitung für auf die Schau.

Die Böcke

Es ist wahrscheinlich nur in der Menschheit so, dass das weibliche Geschlecht dem männlichen in Sachen Schönheit überlegen ist. In der tierwelt versucht das männliche zu beeindrucken. Bei Ziegen ist das nicht anders. Es wäre aber bisweilen interessant zu wissen, weshalb ausgerechnet <die Schönen> in der Ziegen Welt so stinken müssen! Selbst nach 20 Jahren ist dieser sprichwörtliche Geruch, etwa an einem Anbindestrick, immer noch festzustellen.

Den penetranten Geruch sondern die Böcke während der Zeit der Brunst aus, welche auf den Herbst fällt. Es fällt auf die Zeit, in der für Nachkommen gesorgt werden muss. Wir legen daher einen sehr grossen Wert darauf, was für ein Bock zur Herde zugelassen wird. Diese Entscheidung trägt wesentlich dazu bei, die Rasse zu erhalten, denn nur die besten, kräftigsten und gesündesten Böcke setzen wir ein.

Aufalpung der Walliserschwarzhalsziege

Jedes Jahr gehen unsere Ziegen auf die sogenannte Bachalpe. Dort verbringen sie den heissen Sommer. Dieses Jahr fand die Aufalpung am 20.6.2020 statt. Wir schickten fast 89 Tiere in die Ferien. Die Tiere hatten grosse Freude an den saftigen grünen Alpenpflanzen, die es nur auf den Alpen gibt.

Nachwuchs ist da!!

Die Deckung

Wir halten in unserer Herde einen Bock der wir alle zwei Jahre auswechselen, damit es keine Inzucht gibt.

Wir halten in unseren Ziegen im Sommer auf der Alpe einen Bock, damit der Nachwuchs anfangs neuem Jahr kommt. Wir lassen unsere Ziegen auch nur einmal im Jahr decken, den wir wollen nicht zu viel Nachwuchs Mehr Infos zu den Böcken…

Die Schwangerschaft

Die Walliser Schwarzhalsziege ist unkompliziert. Sie bekommt fast immer ihre jungen selber, ohne das wir ihr helfen müssen. Sehr selten gibt es Fehlgeburten. Wir achten besonders darauf das die Ziegenkitz ,,Reschi“ sind. ,,Reschi“ bedeutet soviel wie, sie sind wohl auf, laufen umher und liegen nicht die ganze Zeit nach der Geburt herum. Es ist ein Zeichen das sie die ,,Biäscht“ bekommen haben. Die ,,Biäscht“ bedeutet so viel wie, die erste Milch der Ziegen. Diese erste Milch hat am meisten Nährstoffe, dass die Ziegenkitz kraft haben um zu stehen oder sogar um zu überleben. Daher schauen wir das das Ziegenkitz die Milch bekommt indem wir das Ziegenkitz an die Zitzen halten. Da die Walliserschwarzhalsziege langes Haar hat, muss man das Haar zur Seite machen, damit die zwei Zitzen sichtbar sind.

Die Geburt

Da wir den Bock von Anfang Juni mit unseren Ziegen haben wissen wir nicht genau wann sie Nachwuchs bekommen.Gewöhnlich Deckt der Bock si ende September bis ende Oktober, weil wir den Bock erst seid 2 Jahren auf die Alp geben, sind sie noch gewöhnt von vorher. Bevor das wir den Bock auf die Alp mit gelassenen haben, haben wir den Bock erst ende September in die Ziegenherde gelassen weil wir vor Februar keinen Nachwuchs wollten. Sobald das wir bemerken das eine Ziege bald ihren Nachwuchs bekommt, separieren wir es in die Einzelbox damit es mehr Zeit für ihre jungen hat. Steht das Ziegenkitz nicht an? Kommt die Nachgeburt? Frisst das Muttertier nach der Geburt? Leckt sie das Ziegenkitz sauber und steht das Ziegenkitz bald einmal auf um zu saugen?

Die Stillzeit

Ab und zu kommt es vor, dass das Ziegenkitz nur an einer Zitze säugt. Es kann sein, dass ihm die andere nicht passt wegen der Form, oder das es sogar verstopft ist. Dann halten wir das Ziegenkitz auch öfters an diese Zitze, damit es sich daran gewöhnt. Sonst kommt es zu Milchstau und es könnte plötzlich in der Zitze eine Entzündung haben, daher muss fleißig aus gemolken werden.

Bei Milchstau lässt das Muttertier die Ziegenkitze nicht mehr säugen, da dies schmerzhaft ist. Jede Frau, die dies in ihrer Stillzeit erlebt hat, kann da nachfühlen und weiss auch, wie dem abzuhelfen ist…. Wir wissen es von unseren Mütter

Das Euter mit Quark einstreichen und Salbeitee einflössen. Vorsichtiges Ausstreichen der Milch hilft und das Muttertier festhalten, damit die Lämmer trinken können. Geduld, Zeit und Beobachten! Notfalls muss der Tierarzt her! Wir hatten dies zum glück noch nie, weil wir jeden Abend die Zitzen angreifen um zu schauen ob irgend wo Milchstau ist. wenn Milchstau wäre, melken wir sie vorsichtig aus und halten das Ziegenkitz an die Zitze.

Grünfutter steigern übrigens die Milchmenge. Ebenso Wärme! Darum halten wir unsere frischen Ziegenmamis mit den Ziegenkitzen in den kalten Winternächten und die ersten Tage im Stall. Auch für die Sicherheit gegen den Fuchs der die Ziegenkitze einfach mitnimmt und sie frisst.

Nach 3-4 Tage je nachdem wie viele Ziegen Nachwuchs erhalten lassen wir sie wieder zurück zu den anderen Ziegen. Mehr zu unserem Stall hier

Mehr Infos zur schönen Walliserschwarzhalsziege findest du im Buch erhältlich in unserem Shop

Eigenschaften der Walliserschwarzhalsziege

Die Schwarzhalsziege ist Stolz.Es scheint als wisse sie wie schön sie ist. Beim gehen nimmt sie einen eleganten Schritt ein und ist mit ihrem Schritt sehr langatmig. Es ist unglaublich welche Strecken und Höhenunterschiede an einem Tag zurückgelegt werden. Sie ist eine richtige Gebirgsziege. Es fällt auf wie Trittsicher sie an schweren Übergänge ist, wo ein normaler Mensch ohne Hilfsmittel gar nicht hingelangt. In Reih und Glied, einen nach der anderen klettern diese Künstler durch die Felswände. Im Sommer, wenn es heiß ist, steigen sie so hoch wie möglich auf einen Felsvorsprung um sich mit dem Wind die Haare durchlüften zu lassen. Ihre Robustheit erlaubt es im Gebirge in Not mehrere Tage ohne Wasser und Fressen auszukommen

Bilder zum Nachwuchs

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Nachwuchs

So der erste Nachwuchs in diesem Jahr ist da?

Heute am 13.02.2020 wurde ein Stern geboren. (Stern) das weibliche Geschlecht der Ziegen. Der Gitz muss am Anfang die“Biäscht„ die sogenannte erste Milch trinken weil diese am meisten Nährstoffe hat. Wenn der Gitz diese Milch nicht trinkt, wird der Gitz keine Chance haben zu überleben. Wenn die erste Milch getrunken ist, wird gewöhnliche Milch die weniger Nährstoffe hat nach kommen. Die Milch ist die ersten Wochen für sie das Trinken und das Essen zugleiche.

Die ersten Wochen trinken die Gitze nur Milch. Später trinken sie wie gewöhnlich Wasser und fressen auch Heu.

Böcke waschen

Hallo

Da die Böcke jetzt im Stall waren, wurden sie sehr dreckig. Daher mussten wir sie in einem 250 Liter Becken waschen. Im Becken haben wir ca. 180 Liter warmes Wasser eingefüllt damit die Böcke mit dem Waschen nicht zu kalt haben. Anschliessend haben wir das Becken mit kaltem Wasser aufgefüllt.

Da die Böcke nicht von alleine in das Becken gehen, müssen wir sie ins Becken heben. Mit einem Eimer überschüttet wir sie mit Wasser. Wenn sie komplett nass sind, geben wir ihnen flüssige Seife über den Rücken und reiben die Seife ein. Die Seife müssen wir vorallem am Bauch der Böcke einreiben, damit sich die Haare nicht verkleben können. Wir waschen dann den ganzen Körper der Böcke mit Wasser vom Becken aus.

Anschliessend nehmen wir die Böcke aus dem Becken und waschen sie mit kaltem Wasser aus.

Bis bald Leon und Christian Steiner

Neu auf Instagram

Hallo zusammen

Wir sind jetzt neu auch auf Instagram.
Schaut doch mal vorbei. Dort seht ihr immer was wir gerade mit unseren Ziegen machen.